Rauhaardackel

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Rauhaar Standard

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Rauhaar Zwerg

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Rauhaar Kaninchen

Der Rauhaardackel entstand durch Kreuzung von Kurzhaarteckeln mit den in England zur Bodenjagd sehr geschätzten Dandie Dinmont Terriers. Die Dominanz bestimmter Merkmale im Erbgang spielte hierbei eine wichtige Rolle. Rauhaar ist dominant über Kurz- oder Langhaar, die beide ein rezessives Merkmal darstellen und somit zwar verdeckt vererbt werden, aber nicht ganz ausgeschaltet werden können. Aus diesem Grund gibt es auch heute noch Rauhaarteckel, die ein mehr oder weniger ausgeprägtes (nicht so sehr geschätztes) Schopfhaar oder Körperbehaarung haben. Aber nicht nur der Dandie Dinmont hat mit zur Entstehung der Rauhaardackel beigetragen, auch der Sky- und der Yorkshireterrier haben in einigen Zuchten Eingang gefunden. Da diese beiden Rassen - wie auch der Dandie Dinmont - überwiegend weiches Haar haben, liegt es nahe, auch andere Rassen, mit harschem Haar, als Mitbegründer der Rauhaardackel zu vermuten.

Durch die Vielzahl der Ahnen wies der Rauhaardackel zunächst keine einheitliche Erscheinungsform auf. Erst später, als man wieder vermehrt Kurzhaardackel einkreuzte, entwickelte sich der lang ersehnte Rauhaartyp, der auf Distanz gesehen zwar einem Kurzhaardackel zum Verwechseln ähnlich sieht, im Gegensatz zu diesem jedoch ein drahtiges Fell mit wärmenden Unterhaar hat. Der Bart, die buschigen Augenbrauen und die stärkere Behaarung an den Läufen sind untrügliche Merkmale der Rauhaarigen. Auch den Rauhaardackel gibt es in verschiedenen Farbschlägen: Dunkel-Saufarben (schwarz, silber meliert), dürrlaubfarben (weizenfarbig) sehr selten, saufarben, etwas helleres silber mit schwarz, braune Rauhaar und schwarz-rote, wobei über den Augen markante Flecken beidseitig vorhanden sein müssen.