Ausstellungen

Im Herbst findet jeweils die Junghunde- und Veteranenschau statt. Die jüngsten und über acht Jahre alten Dackel werden vorgeführt und nach Kategorie gerichtet. Die schönsten Dackel (gem. Bewertung der Ausstellungsrichterin) erhalten einen Pokal.

Die Gesunden (gem. tierärztl. Befund) und die „Schnellen“ (gem Zeitmessung beim Dackelrennen) der Gruppe Veteranen haben bei optimaler Punktzahl Chancen auf einen Wanderpreis.

Zu Beginn der Ausstellung findet eine Einführung für neue Dackelbesitzer in das Ausstellungswesen mittels einem Ringtraining statt.

KS2014.kl

Die Junghunde- und Veteranen-Ausstellung in Sonterswil
28. Oktober 2018

Es begann morgens mit dem Einrichten der Halle; Bestuhlung stellen, Tischschmuck verteilen, Ringteppich ausrollen und verkleben, Flipchart beschriften, Festwirtschaft bereitstellen, Inkasso vornehmen, Ahnentafeln entgegen nehmen und sortieren, Buffet organisieren, Abfalleimer, Robidog und „Pisschutz“ an Holztüren montieren usw. Alles verlief wie am Schnürchen, ganz ruhig, reine Routine, es brauchte keine Erklärungen und Anweisungen mehr.

In der Küche beginnt Beat Wisler mit dem Zwiebeln schneiden. Auch er war schon mehrmals dabei und als Profi-Küchenchef braucht er kein Betty-Bossi. Kompliment, es gab einen sehr feinen, währschaften Zmittag, gut auch für die Nerven.

Dann kamen sie, die Aussteller! Viele mussten den kleinen Ort im Thurgau durch den Nebel suchen, andere (die Bergler) mussten noch 50 cm Schnee vor der Garage wegräumen oder sie hatten eine weite Anreise (besonders aus Deutschland). Vielen ist die Örtlichkeit vertraut, weil Tradition. Und das ist es eben, die Ausstellung bezweckt den Einstieg für Anfänger, die einen jungen Dackel vorführen, aber auch den Wettbewerb unter den Veteranen der Dackel.

Der Morgen verlief darum auch sehr unterschiedlich, weil hier Züchter oft auch „neue“ Aussteller betreuten, die einen Welpen aus der eigenen Zucht übernommen haben und mit ihm erstmals auf dem „Hunde-Laufsteg“ auftraten!

Das Ringtraining ist einfach eine gute Sache, weil Dackelbesitzer (heuer über 20) zum ersten Mal sich an eine Ausstellung wagten. Nicole hat das Fach sehr gut und eindrücklich erklärt. Man sah dann auch vielfältige Einlagen und erkannte die erfahrenen Aussteller.

Nicole hat nicht nur die Richtertätigkeit, sondern auch noch die Schulung der Anwärterin Elisabeth Feuz mit Bravour gelöst. „Anwärterin“ ist nicht zu verwechseln mit „Anfängerin“, denn Elisabeth Feuz richtet schon über 100 Hunderassen an allen Int. Ausstellungen. Sie möchte bei uns die Dackel und ihre typischen Formwerte, die Bewegung und die Art kennen lernen.

Mit der Pokalvergabe kam dann noch etwas Bewegung und Stimmung auf. Zu Recht, denn es kommt ja heute anderswo nicht mehr vor, dass bei 34 Meldungen 22 Pokale vergeben werden. Alle Aussteller haben diszipliniert auf ihre Papiere gewartet. In der Halle war es für eine Hundeausstellung auffallend ruhig, keine Hektik und ein fast familiärer Betrieb.

Dr. Frauke Scherrer hat sich der Veteranenklasse angenommen. Sie hatte alle Älteren auf dem Tisch und hoffentlich nichts Lebensbedrohliches oder ernsthafte Anzeichen entdeckt. Wir alle sind für diesen Check sehr dankbar, nicht nur wegen dem Wettbewerb; sondern im Gespräch konnte man wichtige Hinweise über den Dackel erhalten.

René Jenny hat alles mit der Kamera festgehalten, was für die Berichte wieder sehr nützliche Bilder ergibt. Die feinen Kuchen sind auch fast alle aufgegessen worden – mmmh.

Wie es halt so ist, dann geht alles wieder schnell; Zusammenpacken; Dokumente, Pokale, Futter, Leinen usw. (Taschen waren ja genug da), Tische und Stühle zurück auf dieselbe Stelle, Kochherd räumen, Küche putzen, Teppich verladen, Boden wischen, Abfall entsorgen, Lichter löschen u.u.u. – so schnell geht es. Vielen Dank, es hat Freude und Spass gemacht!

Für den Bericht: Leo Hess
Photos: René Jenni